Unser Garten ist nie „auf einmal“ entstanden.
Er war kein Projekt aus einem Katalog oder eine fertige Umsetzung eines professionellen Teams. Er entstand in Etappen. Abends nach der Arbeit, am Wochenende, manchmal in praller Sonne und manchmal bei leichtem Regen. Er hat sich mit uns, unseren Kindern und immer neuen Ideen verändert.
Obwohl auf vielen Fotos hauptsächlich ich, die Jungs und der Großvater mit Spaten und Schubkarren zu sehen sind, ist die Wahrheit, dass wir diesen Garten von Anfang an gemeinsam angelegt haben. Meine Frau hat uns bei jeder Arbeitsphase unterstützt, bei der Planung der nächsten Pflanzungen geholfen und vor allem den gesamten Prozess in Fotos und Videos festgehalten. Dank ihr können wir heute diese Momente wieder aufleben lassen und sehen, wie die Anfänge unseres Gemüsegartens aussahen.
Und ich denke, genau deshalb hat er heute einen so enormen Wert für uns.
Im April 2024. Alles begann mit einem Erdhaufen
Wenn ich heute die Fotos betrachte, fällt es schwer zu glauben, dass so der Anfang unseres Gemüsegartens aussah.
Es gab noch keine Tomaten, Kräuter oder Erdbeeren.
Es gab keine automatische Bewässerung, keine Abendbeleuchtung und keine erste Ernte.
Dafür gab es einen riesigen Erdhaufen, ein paar leere Kisten aus Betonholz und eine Gruppe von Helfern, die bereit waren, loszulegen.
Die Jüngsten wollten natürlich von Anfang an überall mitmachen. Jeder Spaten Erde war wichtig, jede Fahrt mit der Schubkarre war eine große Mission, und jede neue Kiste bedeutete eine weitere Etappe des großen Bauvorhabens.
Für uns war es Arbeit.
Für die Kinder – ein Abenteuer.
Vom gewöhnlichen Rasen zum echten Gemüsegarten
Als wir anfingen, die ersten Beete anzulegen, wussten wir eines – wir wollten, dass sie dauerhaft, praktisch und zum natürlichen Charakter unseres Gartens passen.
Nach langer Suche stießen wir auf eine Lösung, die uns sofort begeisterte – Betonholz.
Ein Material, das natürlich und warm wie echtes Holz aussieht, aber gleichzeitig extrem haltbar, feuchtigkeits-, frost- und zeitbeständig ist.
Aus diesen Elementen entstanden unsere Hauptgemüsebeete.
Am besten gefällt uns, dass sie sich mit jeder Saison besser in das umgebende Grün einfügen. Sie sehen nicht wie ein neues Gartenelement aus. Sie sehen aus, als wären sie schon immer da gewesen.

Großer Familienbau
Das Schönste ist jedoch, dass dieser Garten von Anfang an ein gemeinsames Projekt der ganzen Familie war.
Ich, die Jungs und der Großvater kümmerten uns um den Bau, das Aufstellen der Kisten und das Transportieren der Erde mit Schubkarren. Der Großvater erwies sich wie immer als unersetzlicher Alleskönner. Er ist ein Mann, der praktisch alles reparieren kann und uns seit Jahren bei vielen Projekten rund ums Haus hilft.

Meine Frau war die ganze Zeit bei uns. Sie unterstützte uns organisatorisch, half bei der Planung der nächsten Arbeitsschritte und dokumentierte gleichzeitig alles mit der Kamera. Dank ihr sind die Fotos erhalten geblieben, die uns heute daran erinnern, wie die Anfänge unseres Gemüsegartens aussahen.
Ich erinnere mich genau an diesen Tag. Die Schubkarre fuhr fast ununterbrochen, die Erde verschwand in erschreckendem Tempo, und die Kinder versuchten mit großem Engagement, bei jedem Arbeitsschritt zu helfen.
Wenn ich heute diese Fotos betrachte, sehe ich viel mehr als nur den Bau von Kisten.
Ich sehe gemeinsam verbrachte Zeit.
Ich sehe eine Familie, die etwas mit eigenen Händen geschaffen hat.
In einer Welt voller Bildschirme, Hektik und ständigem Blick aufs Handy werden solche Momente immer wertvoller.
Von den ersten Kisten zum Erdbeerturm
Als wir im April 2024 die ersten Gemüsebeete anlegten, hatten wir noch keine Ahnung, wie sehr sich der Garten in den folgenden Saisons verändern würde.
Am Anfang gab es nur vier große Kisten aus Betonholz, ein paar Ideen und den Wunsch, einen Ort zu schaffen, an dem wir gemeinsam Gemüse, Obst und Kräuter anbauen können.
Mit jedem weiteren Jahr entwickelte sich der Garten mit uns weiter.
Neue Pflanzen, neue Erfahrungen und neue Ideen kamen hinzu.
Eines davon war der Erdbeerturm, den wir im Herbst 2025 gebaut haben.
Er wurde für Erdbeeren gebaut, die schon immer zu unseren Lieblingsfrüchten gehörten. Wir wollten den kleinen Raum so effizient wie möglich nutzen und gleichzeitig einen Ort schaffen, der den Gemüsegarten schmückt.
Heute ist der Garten ohne ihn kaum vorstellbar.
Dort suchen die Kinder jedes Jahr die ersten roten Früchte.
Dort kommen die Erdbeeren her, die später in hausgemachten Desserts landen.
Und dank ihm konnten wir neulich die Geschichte „Von der Staude zur Hängematte“ erzählen, als die Jungs die Früchte für den von meiner Frau zubereiteten Käsekuchen ernteten.

Vier riesige Gemüsebeete aus Betonholz
Heute stehen in unserem Garten vier große Gemüsebeete mit den Maßen 240 × 120 cm und einer Höhe von 66 cm.
Sie wurden aus Betonbrettern und Pfosten gefertigt, die sich wunderbar in das Grün einfügen. Uns gefällt diese Kombination aus natürlicher Holzoptik und der Haltbarkeit von Beton sehr gut.
Mit der Zeit haben wir auch kleinere Pflanzgefäße aus liegender Betonpalisade angelegt. Dort wachsen einige Kräuter, Blumen und kleinere Pflanzen, die wir näher an der Terrasse und dem Entspannungsbereich haben wollten.
Automatische Bewässerung – weil auch der Garten Gleichgewicht braucht
Von Anfang an war uns klar, dass bei einer größeren Anzahl von Beeten die manuelle Bewässerung schnell sehr zeitaufwendig werden würde.
Deshalb wurden alle unsere Gemüsebeete mit einem automatischen Tropfbewässerungssystem ausgestattet, das über eine elektronische Steuerung reguliert wird.
Dadurch erhält jede Pflanze genau die Menge Wasser, die sie benötigt, und wir können mehr Zeit dem widmen, was am wichtigsten ist – dem gemeinsamen Verbringen von Zeit im Garten.
Ein Garten, der auch nachts lebt
Abends verwandelt sich unser Garten völlig.
Zwischen Pflanzen und Beeten haben wir dezente Gartenlampen versteckt, die nach Einbruch der Dunkelheit eine einzigartige Atmosphäre schaffen.
Das Licht beleuchtet subtil die Wege, die Gemüsebeete und die Blätter der Pflanzen. Es spiegelt sich im Betonholz und schafft eine friedliche Atmosphäre, die auf Fotos schwer einzufangen ist.
Genau dann sitzen wir am liebsten in der Hängematte, lauschen den Grillen und entspannen einfach nach einem langen Tag.
Ein mit eigenen Händen gebauter Garten schmeckt anders
Heute haben diese Fotografien für uns einen Wert, der weit über die bloße Baudokumentation hinausgeht.
Sie zeigen nicht nur Kisten, Erde und Pflanzen.
Sie zeigen gemeinsam verbrachte Zeit.
Sie zeigen Kinder, die mit dem Garten gewachsen sind.
Sie zeigen den Großvater, der immer bereit war zu helfen.
Und sie zeigen meine Frau, dank der diese Erinnerungen auf den Fotos festgehalten wurden.
Wenn wir heute unsere Beete betrachten, sehen wir nicht nur Gemüse und grüne Blätter.
Wir sehen Stunden gemeinsamer Arbeit, Gespräche und Lachen.
Wir sehen einen Garten, der über die Jahreszeiten mit uns gereift ist.
Und ich denke, genau deshalb schmeckt Gemüse aus dem eigenen Garten anders.
Denn mit ihm reifen Erinnerungen.
Und wenn alles bewässert, das Unkraut gejätet und die Kinder vom ganzen Tag Herumlaufen zwischen den Beeten müde sind, kommt unser Lieblingsmoment.
Stille.
Der Duft von Minze.
Abendlicht.
Und ein paar ruhige Momente in der Hängematte, von der aus man zusehen kann, wie der Garten seinen eigenen Rhythmus lebt.
Denn nach einem ganzen Arbeitstag sind genau diese einfachen Momente die schönsten – gemeinsame Zeit, Natur und ein Ort, den wir Schritt für Schritt gemeinsam aufgebaut haben.